ÖGKM podcast
In dieser Folge geht es um schwierigere Fragen um Denosumab, das starke und sehr gut erforschte abbauhemmende Medikament, das 2026 von vielen verschiedenen Firmen als Nachbau auf den Markt kommen wird. Es wird damit einfacher verschreibbar sein, es gilt jedoch einiges zu beachten. Wie setzt man ab, was kommt danach, was ist mit den Zähnen usw.! Insbesondere für jüngere Osteoporose - Betroffene ist es oft nicht die beste Wahl, auch bei ausgeprägter Niereninsuffizienz muss man vorsichtig sein, die Basics "genug Vitamin D und Kalzium" bleiben essentiell! Prof. Fahrleitner-Pammer aus...
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In dieser Episode geht es um das neueste Knochenmedikament Romosozumab (s. auch Folge 21 mit Bente Langdahl, englisch, und Folge 36, Ute Riedler). Es ist das erste Medikamente, das eine "duale" Wirkung hat (also eine gleichzeitig knochenaufbauende und abbauhemmende) und ist seit Herbst 2024 in Österreich gut verfügbar. Es wird bei schwerer Osteoporose eingesetzt, wirkt sehr schnell und muss einmal monatlich über 12 Monate gespritzt werden. Als Anschlusstherapie muss danach eine "antiresorptive" (abbauhemmende) Therapie verabreicht werden.
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2026 werden eine Reihe von Denosumab Biosimilars auf den Markt kommen. Denosumab ist ein humaner monoklonaler IgG2-Antikörper, der mittels rekombinanter DNA-Technologie hergestellt wird. Es ist in der Behandlung der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen und bei Männern mit erhöhtem Frakturrisiko zugelassen, bei systemischer Glucocorticoidtherapie sowie in der Onkologie. Obwohl es eine sehr gut verträgliche und einfach zu verabreichende Therapie ist, gibt es ein paar Dinge zu beachten, die in dieser Folge besprochen werden.
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Marco Lesacher, MSc ist Sport- und Trainingswissenschaftler und spezialisiert sich auf die Begleitung von Frauen hinsichtlich Knochengesundheit. In dieser Folge sprechen wir über Bewegung / Training in der Prävention sowie Therapie der Osteoporose: bewegte Pausen, Springen, Trampolin, kindliches Treppengehen, die LIFTMOR Studie aus Australien und vieles mehr.... Links: Interview (englisch) Dr. Peter Attia mit Prof. Belinda Beck zur LIFTMOR Studie:
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Priv. Doz. Dr. Petra Rugani ist Oralchirurgin und Zahnärztin an der Universitätszahnklinik und in eigener Praxis in Graz. In dieser Folge sprechen wir über die wichtigen Themen Mundgesundheit, regelmäßige zahnärztliche Kontrollen, Kiefernekrosen und Osteoporose. Link zur Homepage und einem Video zur Kiefernekrose:
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Bernd war 57, als er bei einem Getränkeeinkauf mehrere Wirbelbrüche erlitten hat. Erst Wochen später erkannte und behandelte man den schweren Vitamin D Mangel und die zugrunde liegend Osteoporose mit einer knochenaufbauenden Teriparatid - Therapie. In dieser Folge berichtet er von seinen Erlebnissen.
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Frau Mag. Ute Riedler berichtet von ihrer schweren Erkrankung, einer akuten Leukämie, die sie mit sehr starken Therapien und einem großen Durchhaltevermögen überstanden hat. Übrig blieb eine ausgeprägte Osteoporose - im Vergleich eine wesentlich weniger schlimme Erkrankung, aber langfristig nicht zu unterschätzen. In dieser Folge geht es um persönliche Erfahrungen, aber auch relative Risiken von Erkrankungen und Therapien sowie das Planen der eigenen Gesundheit. Moderne Medizin kann vieles bieten, aber auch nicht medikamentöse Massnahmen im Alltag sind hochrelevant und wichtig...
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Ein osteoporotischer Bruch tritt häufig unvermittelt auf und trifft die meisten Betroffenen völlig unerwartet. Auf der Suche nach Antworten wird man im Internet und von Bekannten mit vielen Informationen konfrontiert, die valide sein können, häufig aber ganz oder teilweise falsch sind. Auch gibt es viele Angebote und Nahrungsergänzungsmittel, die nicht für PatientInnen geeignet sind, so sollten beispielsweise nach Möglichkeit bei Calcium und Vitamin D Arzneimittel bevorzugt werden. Wichtig ist aber, die Erkrankung anzunehmen und neben der medikamentösen Behandlung durch...
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In dieser Folge mit Christian Muschitz und Karin Amrein geht es um Möglichkeiten, möglichst lange eine gute Lebensqualität zu erhalten. Dabei besprechen wir unter anderem Themen wie Hormone, Bewegung, sinnstiftende Tätigkeiten - einerseits aus evolutionärer, aber auch aus persönlicher Sicht. Univ. Prof. DDr. Johannes Huber (geb. 1946) ist Gynäkologe, Buchautor und Theologe in Wien. https://www.drhuber.at/
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Gerade in der Perimenopause, den Jahren um die letzte Regelblutung (Menopause), erleben viele Frauen Veränderungen in ihrem Stoffwechsel sowie eine Gewichtszunahme. Gleichzeitig leidet durch den Hormonmangel der Knochen, sodass eine ausgewogene, eiweissreiche Ernährung eine wichtige Basismassnahme darstellt. Ein Abnehmwunsch und eine Einschränkung der Kalorien ohne die Qualität der Ernährung zu hinterfragen, kann daher eine weitere Verschlechterung der Knochengesundheit verursachen. In dieser Folge geht es um einfache Möglichkeiten, die Ernährung zu verbessern und gleichzeitig...
info_outlineVitamin D - Hype oder Hausnummer
In dieser Sonderfolge beleuchten wir ausführlich Vitamin D - von manchen religiös als Wundermittel angepriesen (bzw. verkauft...), oft auch nach dem Motto "viel hilft viel", von anderen als nutzlose Erfindung der Nahrungsergänzungsmittelindustrie belächelt und verteufelt. Der Vitamin D Mangel ist auch sehr häufig - fast die Hälfte der gesunden Normalbevölkerung hat suboptimale Spiegel - sichere Symptome dafür gibt es aber nicht.
Wie wahrscheinlich immer liegt die Wahrheit in der goldenen Mitte: eine ausreichende Vitamin D Versorgung ist eine Grundbedingung für eine optimale persönliche Gesundheit sowie andere vermeintlich triviale Basics wie Bewegung, genug Schlaf und gesunde abwechslungsreiche Ernährung, die heutzutage oft zu kurz kommen. Aber wenn man es übertreibt, kann auch Vitamin D schädlich sein - das deutsche Giftinformationszentrum berichtet über 162 Vitamin D - Intoxikationen im Jahr 2022. In der Behandlung der Osteoporose ist Vitamin D neben Calcium ein wichtiger Grundpfeiler. Ein Vitamin D Mangel kann langfristig zu schweren Knochenproblemen wie Rachitis bei Kindern und Osteomalazie bei Erwachsenen führen, denn ein Vitamin D Mangel führt zu einer Calcium-Mangelaufnahme aus der Ernährung, und das Nebenschilddrüsenhormon Parathormon versucht durch verstärkte Aktivität dies mit Herauslösen von Calcium aus dem Knochen auszugleichen. Eine deutsche Autopsiestudie zeigte eine unzureichende Skelettmineralisierung bereits bei Vitamin D Spiegeln < 30ng/ml.
Kürzlich ist auch eine IPDMA (individuelle Patient*Innen-Daten Metaanalyse) zu Vitamin D bei Prädiabetes erschienen - hier zeigte sich ein Benefit für Vitamin D mit einer Risikoreduktion von absolut 3% für einen Übergang in einen echten Diabetes mellitus Typ 2 - dies entspricht einer NNT (number needed to treat) von 30 - verglichen mit 14 für Metformin und 7 für intensive Lebensstiländerung (WHO Empfehlung 150 Min Sport pro Woche) ist das ein wichtiger Effekt für eine Substanz, die günstig und gut verträglich ist.
Priv. Doz. Dr. Karin Amrein, MSc ist Fachärztin für Innere Medizin (Endokrinologie und Stoffwechsel sowie Intensivmedizin) und beschäftigt sich seit über 15 Jahren wissenschaftlich mit Vitamin D. Ihr Hauptthema ist Vitamin D bei Kritischer Erkrankung und Hypoparathyroidismus. Sie ist Principal Investigator der internationalen VITDALIZE Studie, die in Österreich, UK, Belgien und Deutschland läuft und die hochdosierte Vitamin D Gabe bei Kritisch Kranken untersucht. Seit 2018 ist sie neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit an der Medizinischen Univerität Graz im niedergelassenen Bereich tätig. 2022 war sie an der Publikation der Europäischen Leitlinie zu Mikronährstoffen als Koautorin beteiligt. Sie ist Vorstandsmitglied der ÖGKM.
Priv. Doz. Dr. Christian Muschitz ist Facharzt für Innere Medizin, President elect der ÖGKM für 2024-2026 und arbeitet klinisch in Wien im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern. Er forscht an verschiedensten osteologischen Themen. In den letzten Jahren war er maßgeblich an der Entwicklung und Veröffentlichung von „Arznei und Vernunft“ sowie interdisziplinären Leitlinien zu Osteoporose und Diabetes, Osteoporose und Lungenerkrankungen und Osteoporose und Nierenerkrankungen sowie Osteoporose nach Kritischer Erkrankung beteiligt.
Referenzen:
Pittas A et al. Annals Internal Med. 2023 https://www.acpjournals.org/doi/abs/10.7326/M22-3018
Giustina A et al. Endocrine 2023 https://link.springer.com/article/10.1007/s12020-022-03208-3
Bouillon R et al. Nature Rev Endo 2022 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8609267/
Berger M et al. Clin Nutr ESPEN micronutrient guideline 2022. https://www.espen.org/files/ESPEN-Guidelines/ESPEN_micronutrient_guideline.pdf
Griffin G et al. 2021 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33593830/
Zhang Y. et al. Diabetes Care 2020 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33534730/
Amrein K 2019: https://bmjopen.bmj.com/content/9/11/e031083.abstract
Cashman K et al. AJCN 2016 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5527850/
Priemel ASBMR 2010: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19594303/
Jackson NEJM 2006: https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa055218