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#1015 - Provisionssysteme im Vertrieb: Warum 70 % mehr schaden als nutzen (und wie du das änderst) Mit Dirk Zupancic und Ingo Gotsch

VertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere

Release Date: 01/28/2026

#1026 - So wirst du zum Masterseller – 12 Gesetze aus 40 Jahren und 20.000 Abschlüssen. Mit Mike Dierssen show art #1026 - So wirst du zum Masterseller – 12 Gesetze aus 40 Jahren und 20.000 Abschlüssen. Mit Mike Dierssen

VertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere

Geschätzte Lesedauer: 9 Minuten Was unterscheidet eigentlich einen Top-Verkäufer von einer Luftpumpe? Mit genau dieser Frage bin ich in das Gespräch mit Mike Dierssen gegangen – und die Antwort wird dich überraschen. Verkaufen lernen B2B ist nämlich keine Sache von Talent oder Glück. Es ist ein Handwerk, ein System, eine Choreografie. Mike hat 46 Jahre Vertriebserfahrung, über 15.000 Abschlüsse und bringt jetzt sein neues Buch „Die Gesetze der Masterseller" heraus. In dieser Folge bekommst du die 12 Geheimnisse der besten Verkäufer – kompakt, ehrlich und sofort umsetzbar. Du...

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#1025 - Seeing is Believing im Vertrieb: Wenn der Kunde die Lösung selbst erlebt. Mit Stefan Barnewitz show art #1025 - Seeing is Believing im Vertrieb: Wenn der Kunde die Lösung selbst erlebt. Mit Stefan Barnewitz

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Geschätzte Lesedauer: 6 Minuten Schön, dass du wieder dabei bist! Heute widmen wir uns nämlich einem Thema, das für jeden B2B-Vertrieb ein echter Gamechanger ist: die virtuelle Produktpräsentation. Hast du dich außerdem schon mal dabei erwischt, wie du eine schwere Maschine oder Software nur mit Worten erklärst? Das ist wirklich hartes Brot. Folglich musst du beim abstrakten Verkaufen stark die Fantasie der Kunden wecken. Allerdings ist das oft extrem schwer. Deshalb gibt es im Vertrieb diesen tollen Spruch: Seeing is Believing. Wenn der Kunde deine Lösung nämlich sehen, den Nutzen...

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#1024 - Sales Cadence: So bestimmst du den Rhythmus deines Vertriebs-Teams show art #1024 - Sales Cadence: So bestimmst du den Rhythmus deines Vertriebs-Teams

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Geschätzte Lesedauer: 10 Minuten Zunächst springst du von Termin zu Termin und von Meeting zu Meeting. Zwischendurch beantwortest du schnell die wichtigsten E-Mails. Darüber hinaus fährst du noch auf die Messe. Folglich bist du super busy. Allerdings könnten die Ergebnisse besser sein, wenn du ehrlich bist. Denn Akquise, neue Kunden und frische Angebote in der Pipeline gibt es viel zu wenig. Infolgedessen schieben sich die besten Deals schon wieder in den nächsten Monat. Schließlich ist das der klassische Reaktionsmodus, der dich und dein Vertriebsteam auf Dauer fertig macht. Deshalb...

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#1023 - Akquise auf Autopilot: Wie KI im Mittelstand Kaufsignale findet, Kontakte erkennt und die Ansprache automatisiert. Mit Anthony Filipiak show art #1023 - Akquise auf Autopilot: Wie KI im Mittelstand Kaufsignale findet, Kontakte erkennt und die Ansprache automatisiert. Mit Anthony Filipiak

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KI-Agenten im B2B-Vertrieb: Akquise auf Autopilot für den Mittelstand Geschätzte Lesedauer: 10 Minuten Hey, hier ist Christopher Funk. KI ist heute ein riesiges Thema. Alle fragen sich: Wie nutze ich das am besten? Ist mein Job in Gefahr? Deshalb zeige ich dir heute, wie KI-Agenten im B2B-Vertrieb deine Akquise fast von selbst machen. Der größte Hebel für Firmen liegt nämlich im Vertrieb. Hier kannst du viel mehr aus deinem Team holen. Dennoch passiert im Mittelstand in Deutschland aktuell noch sehr wenig. Das müssen wir ändern. Warum der Mittelstand jetzt schnell handeln muss Die...

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#1022 - Der 1-Stunden-Verkäufer. Warum dein Vertrieb nicht angreift und wie du das änderst. show art #1022 - Der 1-Stunden-Verkäufer. Warum dein Vertrieb nicht angreift und wie du das änderst.

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Geschätzte Lesedauer: 10 Minuten Herzlich Willkommen zum Vertriebsfunk! Heute sprechen wir über den absoluten Kern des Verkaufens. Folglich geht es um eine Frage, die richtig wehtut: Wie viel Zeit verbringen wir im Vertrieb eigentlich noch wirklich mit dem Kunden? Wenn du deine Vertriebseffizienz steigern willst, musst du deshalb genau hier ansetzen. Zwar drehen sich viele Vertriebsorganisationen im Kreis, dennoch gibt es Auswege. Die Kalender der Verkäufer sind randvoll und die Mitarbeiter arbeiten bis spät in die Nacht. Trotzdem stimmt der Output einfach nicht. Warum? Weil sie sich mit...

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#1021 - Richtiges Gebietsmanagement: Der teuerste blinde Fleck im Mittelstandsvertrieb show art #1021 - Richtiges Gebietsmanagement: Der teuerste blinde Fleck im Mittelstandsvertrieb

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Geschätzte Lesedauer: 7 Minuten Herzlich willkommen zum Vertriebsfunk! Heute geht es um ein Thema, das leider oft zu kurz kommt. Nämlich das Gebietsmanagement im Vertrieb. Wenn du dich oder dein Team fragst, warum genau diese Kunden besucht werden, und die Antwort lautet: "Die kenne ich halt", dann läuft etwas falsch. Folglich ist das der teuerste blinde Fleck im Mittelstand. Deshalb lass uns das Thema Territory Management heute ganz genau klären. Was ist richtiges Gebietsmanagement im Vertrieb? Im Kern geht es um eine einfache Sache. Du bearbeitest eine feste Zahl von Kunden so gut wie...

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#1020 - Basics, Flexibilität & Algorithmen: So bringst du dein Team auf die Erfolgsspur show art #1020 - Basics, Flexibilität & Algorithmen: So bringst du dein Team auf die Erfolgsspur

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Geschätzte Lesedauer: 9 Minuten Hallo und herzlich willkommen! Hier ist euer Host Christopher Funk. Schön, dass du dir heute wieder die Zeit nimmst. Konkret Zeit, um an deinem Vertrieb zu arbeiten und nicht nur im Vertrieb. Wenn du aktuell merkst, dass deine alte B2B Vertriebsstrategie nicht mehr richtig zieht, dann bist du hier genau richtig. Zunächst lass mich direkt mit einer echten Story aus meiner letzten Woche starten. Ich saß bei einem Chef eines richtig starken Maschinenbauers. Es ist ein tolles Unternehmen mit super Produkten. Zudem ist die Firma extrem innovativ. Dennoch saß...

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#1019 - Vom Sprachkurs zur intelligenten Bildungsplattform: Wie Traditionsfirma Berlitz sich zu Apps & KI positioniert. Mit Teila Klemp show art #1019 - Vom Sprachkurs zur intelligenten Bildungsplattform: Wie Traditionsfirma Berlitz sich zu Apps & KI positioniert. Mit Teila Klemp

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Geschätzte Lesedauer: 11 Minuten Hallo und herzlich willkommen! Hier ist Christopher Funk. Das Thema Sprachen lernen mit KI beschäftigt derzeit viele von uns im Vertrieb sehr intensiv. Denn wir leben in einer Zeit, in der Technologie fast alles möglich macht. Deshalb stellst du dir vielleicht die berechtigte Frage: Müssen wir überhaupt noch mühsam Vokabeln pauken? Schließlich gibt es Apps, die Texte in Sekunden übersetzen, und kleine Gadgets, die fast in Echtzeit dolmetschen. Doch bedeutet das automatisch, dass klassische Sprachschulen überflüssig sind? Oder ist Sprachen lernen mit...

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#1018 - Dauer-Feuerwehr statt Kontrolle: Warum Vertriebsleiter im Chaos versinken und wie du das änderst show art #1018 - Dauer-Feuerwehr statt Kontrolle: Warum Vertriebsleiter im Chaos versinken und wie du das änderst

VertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere

Geschätzte Lesedauer: 13 Minuten Herzlich willkommen zum Vertriebsfunk. Mein Name ist Christopher Funk. Heute widmen wir uns einem Führungsthema, das mir in meinen Projekten immer wieder begegnet: Führung im Vertrieb. Ich spreche oft mit Vertriebsleitern, die mir berichten: „Ich weiß nicht mal mehr, was ich heute eigentlich gemacht habe“. Denn der Alltag besteht häufig nur aus Troubleshooting, dem Lösen akuter Probleme, der Betreuung eigener Kunden und einem endlosen Meeting-Marathon. Folglich sind die meisten Führungskräfte zwar „super crazy busy“, aber sie kommen strategisch...

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#1017 - Mehr Neukunden, weniger Umsatz: Die Akquise-Falle. Interview mit Manuel Spors show art #1017 - Mehr Neukunden, weniger Umsatz: Die Akquise-Falle. Interview mit Manuel Spors

VertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere

Hand aufs Herz: Wenn du an massives Umsatzwachstum denkst, woran denkst du zuerst? Vermutlich an Kaltakquise, neue Leads oder volle Messehallen. Doch wenn wir ehrlich sind, vernachlässigen wir dabei oft den wichtigsten Hebel für nachhaltigen Erfolg: die Kundenbindung B2B. Fast 90 Prozent der B2B-Vertriebe tappen in diese Falle. Denn wir sind Jäger. Wir wollen die Trophäe an der Wand. Aber was passiert eigentlich, nachdem der Vertrag unterschrieben ist? Oft herrscht dann Funkstille oder der Kunde wird lediglich „verwaltet“. Dabei liegt genau hier, direkt vor deiner Nase, das größte...

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Provisionssysteme im Vertrieb sind für viele Unternehmen jedes Jahr wieder ein Riesenthema – besonders dann, wenn Jahreswechsel, Planungszyklus und der Klassiker „Wir müssen die Mannschaft motivieren“ zusammenkommen.

Natürlich kannst du mit Provisionssystemen im Vertrieb brutal gute Anreize setzen, weil du damit Fokus schaffst, Leistung belohnst und Orientierung gibst.

Genauso schnell kannst du jedoch das Gegenteil auslösen: Misstrauen, Deal-Verschieberei, KPI-Theater – und am Ende kaufst du Frieden mit Geld.

Meine Erfahrung: Rund 70% der Provisionssysteme im Vertrieb, die ich da draußen sehe, haben deutliche Mängel. Deshalb bekommst du hier die 7 häufigsten Fehler – und außerdem ein simples Framework, mit dem du dein Provisionsmodell Vertrieb wieder zu einem echten Führungsinstrument machst.


Kurz erklärt: Was sind Provisionssysteme im Vertrieb?

Provisionssysteme im Vertrieb regeln, wie variable Vergütung entsteht – also welche Leistung belohnt wird und wie stark.

Das kann klassisch als Vertriebsprovision (z. B. pro Auftrag) laufen. Alternativ arbeitest du mit Zielprämien oder einem Mix. Viele nennen das Ganze auch einfach Vertriebsbonus System, weil am Ende „Bonus“ draufsteht – egal, wie es gebaut ist.

Entscheidend ist nicht der Name, sondern die Wirkung: Was macht dein Provisionsmodell Vertrieb im Alltag mit Verhalten, Fokus und Prioritäten?


Warum Provisionssysteme im Vertrieb oft mehr schaden als nutzen

Viele behandeln Vergütung wie einen Lichtschalter: „Mehr Geld = mehr Leistung.“ Das klingt logisch, funktioniert aber nur, wenn drei Dinge gleichzeitig stimmen.

  • Verständlich: Jeder kapiert es sofort.
  • Beeinflussbar: Der Verkäufer kann es wirklich steuern.
  • Zielgenau: Es belohnt exakt das, was du wirklich willst.

Fehlt nur einer dieser Punkte, optimieren Menschen das System. Und zwar nicht den Kunden, nicht den Umsatz, sondern die Mechanik.

Typische Symptome schlechter Provisionssysteme im Vertrieb sind deshalb:

  • Top-Performer fühlen sich ausgebremst und gehen.
  • Deals werden verschoben („Wartet mal bis nächstes Quartal…“), weil es sich rechnet.
  • Es wird an Aktivitäten geschraubt, obwohl Ergebnisse fehlen.
  • Am Jahresende wird gestritten – und du zahlst, damit Ruhe ist.

Die 7 Fehler bei Provisionssystemen im Vertrieb – und wie du sie vermeidest

Fehler 1: Fleißige werden nicht spürbar belohnt (High Performer zu wenig Unterschied)

Ist der Unterschied zwischen „solide erfüllt“ und „richtig abgeliefert“ zu klein, programmierst du Mittelmaß ein. Das ist hart, aber es ist so.

Fix: Bau eine Kurve, bei der Mehrleistung spürbar mehr bringt. Nicht symbolisch, sondern wirklich spürbar. Sonst ist dein Provisionsmodell Vertrieb kein Antrieb, sondern Deko.

Fehler 2: Der Bonus ist nicht beeinflussbar

Ein Klassiker: Bonus auf Konzern-Kennzahlen, EMEA-Ergebnis, EBIT-Logiken oder andere Größen, die ein Verkäufer oder Vertriebsleiter kaum steuern kann. Genau deshalb entsteht Zynismus statt Motivation.

Fix: Trenne sauber:

  • Performance-Anreiz (rollennah, beeinflussbar)
  • Erfolgsbeteiligung (optional, on top, „Mitunternehmertum“)

Wenn es nicht beeinflussbar ist, motiviert es nicht – sondern es nervt im Excel.

Fehler 3: Du bezahlst Aktivitäten statt Ergebnisse

„CRM-Pflege“, „Anzahl Termine“, „Anzahl Angebote“ – ich verstehe den Gedanken. Trotzdem gilt: Wer Aktivitäten bezahlt, bekommt Aktivitäten. Umsatz kommt dadurch nicht automatisch.

Fix: Bezahle Outcomes (Umsatz, DB, Neukunden, Verlängerung – je nach Rolle). Standards gehören dagegen in Führung und Ausbildung, nicht in Vergütung.

Merksatz: Kommt ein Profi-Fußballer ohne Turnschuhe zum Spiel, baust du dafür kein Bonus-Modul. Du sagst: Entweder Turnschuhe – oder Bank.

Fehler 4: Dein Provisionssystem ist zu komplex oder intransparent

Sagt jemand am Jahresende: „Ich habe Bonus bekommen – keine Ahnung wofür“, hast du keine Steuerung. Dann hast du Zufall.

Fix: Drei Regeln für Provisionssysteme im Vertrieb:

  • In 60 Sekunden erklärbar (ohne Excel-Zauberei)
  • Jeder sieht jederzeit seinen Stand (Dashboard statt Gerüchte)
  • Wenige Ziele, dafür die richtigen

Fehler 5: Ziele sind nicht sauber hergeleitet (Top-down ohne Bottom-up)

Viele Ziele werden „von oben“ runtergebrochen. Dadurch entsteht Widerstand, es gibt Diskussionen – und irgendwann beginnt der Kampf um Zielsenkung.

Fix: Ziele brauchen beides:

  • Top-down: Unternehmensziel → Vertriebsziel → Team → Individuum
  • Bottom-up: Markt-Realität, Pipeline, Einschätzung der Teams

Ja, das ist manchmal Konflikt. Allerdings beginnt genau da Führung – und dafür wirst du bezahlt.

Fehler 6: Auszahlung kommt zu spät

Jahresbonus kann funktionieren, allerdings ist er oft zu weit weg von der Leistung. Dadurch fehlt unterwegs die Energie, obwohl die Ziele hart sind.

Fix: Bau Zyklen passend zum Geschäft:

  • Kurze Sales Cycles: monatlich oder quartalsweise
  • Lange Sales Cycles: Meilensteine + Zwischenfeedback + klare Regeln

Leistung → Feedback → Belohnung. Je näher, desto stärker.

Fehler 7: Die Belohnung ist zu gering – oder gedeckelt

95% fix, 5% variabel? Das ist kein Steuerungsinstrument, sondern Trinkgeld. Gleichzeitig sind Deckelungen oft der Turbo für „Deal ins nächste Jahr“.

Fix:

  • Wirksamer variabler Anteil (damit es überhaupt wahrgenommen wird)
  • Wenige Ziele (nicht 12 Mini-Ziele, die sich nach nichts anfühlen)
  • Kein harter Deckel – und wenn du begrenzen musst, dann lieber weich (abflachende Kurve statt Mauer)

Framework: Provisionssysteme im Vertrieb in 5 Schritten verbessern

Wenn du dein Provisionsmodell Vertrieb sauber aufstellst, brauchst du keine Magie. Dafür brauchst du Klarheit – und zwar Schritt für Schritt.

1) Zweck klären

Was soll das System tun? Leistung pushen, Neukunden forcieren, Marge schützen oder Bestand halten? Schreib es in einen Satz, damit alle das gleiche Zielbild haben.

2) 1–3 Erfolgsgrößen definieren

Weniger ist mehr, weil Fokus gewinnt. Nimm deshalb das, was wirklich zählt – und was die Rolle auch beeinflussen kann.

3) Kurve bauen (Ziel, Übererfüllung, Accelerator)

Mehrleistung muss spürbar mehr bringen. Sonst lohnt sich „Mehr“ nicht, und dann bekommst du „Genug“.

4) Transparenz schaffen

Kennt das Team den eigenen Stand nicht, wird nicht gesteuert. Transparenz macht aus einem Vertriebsbonus System ein Führungsinstrument.

5) Einführung wie ein Change-Projekt

Kommunikation, Training, Pilot, Feedback, Nachschärfen – und dann konsequent leben. Denn ein System ist nur so gut wie seine Umsetzung.


3 Praxisbeispiele: So wirkt ein Provisionsmodell Vertrieb im Alltag

Beispiel 1: Der „KPI-Bonus“

Du bezahlst CRM-Pflege, Termine, Angebote. Ergebnis: CRM ist voll, Termine sind drin, Angebote auch – nur Umsatz kommt nicht automatisch.

Besser: Standards über Führung. Geld über Ergebnis. Dann wird CRM ein Werkzeug und nicht ein Bonus-Spiel.

Beispiel 2: Deckelung ab 100%

Der Verkäufer ist bei 110%, der Bonus ist gedeckelt. Also verschiebt er den Deal. Nicht weil er böse ist, sondern weil er rational ist.

Besser: Keine harte Mauer. Wenn nötig, flache die Kurve ab – aber setz niemals „Stopp“.

Beispiel 3: Konzern-Bonus für alle

Deutschland läuft top, EMEA läuft schlecht, Bonus fällt aus. Ergebnis: Zynismus.

Besser: Team-/Rollenlogik + beeinflussbare Ziele. Konzern-Erfolg höchstens als kleiner, separater Anteil.


Checkliste: Provisionssysteme im Vertrieb schnell prüfen

  • Kann jeder Verkäufer das System in 60 Sekunden erklären?
  • Ist die Variable spürbar oder nur Symbolik?
  • Belohnen wir Ergebnisse (Outcome) statt Aktivitäts-KPIs?
  • Ist alles beeinflussbar – oder zahlen wir auf „Wetter“?
  • Gibt es eine klare Kurve für Übererfüllung?
  • Haben wir eine Deckelung? Und wenn ja: Welche Nebenwirkungen erzeugt sie?
  • Wie transparent ist die Vertriebsprovision bzw. das Vertriebsbonus System im Alltag?
  • Wie oft zahlen wir aus – und passt das zum Sales Cycle?

Quick Takeaways

  • Provisionssysteme im Vertrieb müssen Mehrleistung spürbar belohnen.
  • Was nicht beeinflussbar ist, motiviert nicht – und wird deshalb zum Problem.
  • Bezahle Outcomes, während du Standards über Führung sicherstellst.
  • Komplexität killt Wirkung, wohingegen Transparenz Vertrauen schafft.
  • Deckelungen fördern Deal-Verschiebung.
  • Ein Provisionsmodell Vertrieb ist Führung in Zahlenform.

Fazit: Mach dein Provisionssystem wieder einfach, fair und wirksam

Ein gutes System ist kein Excel-Kunstwerk. Stattdessen ist es ein Verstärker: für Fokus, für Leistung und für die richtigen Prioritäten.

Wenn dein aktuelles Setup Diskussionen produziert, Misstrauen triggert oder „Gaming“ auslöst, liegt das selten an den Menschen. Meistens ist es ein Systemproblem.

Bring es zurück auf drei Dinge: klar, beeinflussbar und zielgenau. Dann funktionieren Provisionssysteme im Vertrieb wieder so, wie sie sollen: als Hebel für Performance.

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Dein Feedback

Wie sieht euer Provisionsmodell Vertrieb aktuell aus? Und wo würdest du sagen: „Da verlieren wir Geld“ – oder „da passiert Deal-Verschiebung“?

Wenn dir der Beitrag geholfen hat, teile ihn gern im Team. Gerade bei Vertriebsprovision und Vertriebsbonus System spart Klarheit am Ende richtig Geld.


Wie hoch sollte die variable Vergütung bei Provisionssystemen im Vertrieb sein?

Sie muss spürbar sein. Ist der variable Anteil zu klein, wirkt er kaum. Entscheidend sind Rolle, Zyklus und Risiko – aber „wirksam“ schlägt „symbolisch“.

Was ist der Unterschied zwischen Vertriebsprovision und Vertriebsbonus System?

Vertriebsprovision ist meist direkt am Deal orientiert (z. B. Prozentsatz pro Auftrag). Ein Vertriebsbonus System arbeitet häufiger mit Zielprämien oder Mischmodellen. Wichtig ist vor allem, ob das richtige Verhalten belohnt wird.

Sollte man Provisionen deckeln?

Harte Deckel fördern Deal-Verschiebung und Demotivation. Wenn du begrenzen musst, arbeite lieber mit einer abflachenden Kurve statt einer „Mauer“.

Wie verhindere ich, dass Verkäufer das Provisionsmodell Vertrieb „hacken“?

Bezahle Outcomes statt leicht manipulierbarer Aktivitäten, definiere klare Spielregeln (Attribution, Storno, Zahlungsziele) und sorge für Transparenz. Standards gehören in Führung, nicht in Vergütung.

Monatlich oder quartalsweise auszahlen – was ist besser?

Je näher an der Leistung, desto stärker die Wirkung. Bei kurzen Sales Cycles funktionieren monatliche oder quartalsweise Zyklen gut. Bei langen Zyklen helfen Meilensteine und Zwischenfeedback.

So verbesserst du Provisionssysteme im Vertrieb in wenigen klaren Schritten – ohne Excel-Overkill und ohne Ziel-Zirkus.

  1. Zweck klären: Was soll das System konkret bewirken?
  2. Erfolgsgrößen wählen: 1–3 beeinflussbare Kennzahlen pro Rolle.
  3. Kurve bauen: Ziel + Übererfüllung + spürbare Mehrleistung (ohne harte Deckel).
  4. Transparenz schaffen: Jeder sieht jederzeit seinen Stand (Dashboard statt Gerüchte).
  5. Regeln festlegen: Attribution, Storno, Zahlungsziele, Fairness-Logik.
  6. Einführen wie Change: Pilot, Feedback, Nachschärfen – und danach konsequent leben.
  7. Review: Quartalsweise prüfen: Was steuert – und was schadet?

 



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Wenn du noch mehr Beispiele und Denkfehler rund um Provisionssysteme im Vertrieb hören willst, passt diese Episode perfekt dazu:

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