#321 Shutdown-Gefahr & Gold-Boom – So starte ich in den Oktober 2025
Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller
Release Date: 10/06/2025
Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller
Die Beziehung zu Geld: Warum sie über Dein Vermögen entscheidet In dieser Folge geht es um ein Thema, das auf den ersten Blick nichts mit der Börse zu tun hat, und doch das Fundament dafür ist: Deine Beziehung zu Geld. Denn bevor Du investieren, sparen oder Vermögen aufbauen kannst, musst Du klären, wie Du eigentlich zu Geld stehst. Sprichst Du positiv darüber? Denkst Du in Mangel oder Fülle? Triffst Du bewusste Entscheidungen – oder lässt Du Dich von Emotionen treiben? Unser gesamtes Leben besteht aus Beziehungen. Sie prägen uns, geben Halt und formen uns. Deshalb spreche ich...
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Warum die Aktie die beste und sicherste Geldanlage der Welt ist In dieser Folge geht es um eine meiner Kernüberzeugungen: Die Aktie ist die beste und sicherste Geldanlage der Welt. Ich erkläre Dir, was Risiko wirklich bedeutet, wie Du es managen kannst, warum Absicherung so wichtig ist und weshalb massiv viele reiche Menschen auf der Welt in Aktien investiert sind. Natürlich wird viel Unsicherheit und Angst geschürt – denn mit Angst kann man Menschen lenken. In dieser Folge erfährst Du, wieso die Aktie die sicherste Geldanlage der Welt ist, und wieso Du in Aktien investieren...
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Diese Top-10-Fehler solltest Du vermeiden, wenn Du an der Börse erfolgreich sein willst In dieser Folge teile ich die zehn häufigsten Fehler, die ich in über 32 Jahren Börsenerfahrung und 11 Jahren Akademie immer wieder beobachtet habe. Ich habe viele Millionen verloren – und noch mehr gewonnen. Deshalb weiß ich genau, was funktioniert, aber vor allem auch, was nicht funktioniert. Diese zehn Fehler können Dein Vermögen nachhaltig zerlegen – oder Dir langfristigen Erfolg bescheren, wenn Du sie vermeidest. Du musst nicht alle zehn Fehler auf einmal machen. Schon einer oder zwei dieser...
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Marktupdate: Was erwartet uns im Februar? Die Earnings sind in vollem Gange und bringen Bewegung in die Märkte. Während Microsoft nach soliden Zahlen deutlich abgestraft wurde, zeigt sich der Markt bei KI-Titeln nervös. Gleichzeitig laufen Gold und Silber heiß, der Bitcoin dagegen stürzt ab. In diesem Marktpodcast analysieren wir die Performance des Januars, die aktuelle Spaltung des Marktes zwischen Tech und „Old Economy“ und wagen einen Ausblick auf den Februar 2026. Wo liegen jetzt Chancen und wie gehst Du strategisch vor? Das erwartet Dich in dieser Folge: KI-Angst an der...
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Der große Assetklassen-Check 2026: Wo lohnt sich Dein Geld? Die Frage taucht immer wieder auf: Bin ich eigentlich Sparer oder Investor? In welche Assetklassen sollte ich mein Geld investieren? In dieser Folge nehme ich Dich mit auf eine Reise durch die wichtigsten Anlageklassen – von Aktien, Anleihen und Immobilien über Rohstoffe und Kryptos bis hin zu klassischen Sparprodukten. Ich teile meine persönliche Einschätzung zu jeder Klasse, verrate, in welche ich selbst investiert bin, und welche ich aktuell mit Vorsicht betrachte, damit Du weißt, was für Dich und Dein Vermögen in diesem...
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Darum bleibt der Börsenerfolg für viele unerreichbar Der Titel ist provokant und leider oft wahr. Warum scheitern so viele Anleger, während andere wie Warren Buffett legendären Reichtum aufbauen? In dieser Folge packen wir die größten Hürden an, die zwischen Dir und dem Erfolg an der Börse stehen. Es sind keine magischen Geheimnisse, sondern konkrete mentale und praktische Fehler. Egal, ob Du neu startest oder bereits investierst: Hier erfährst Du, worauf es wirklich ankommt, um 2026 zu Deinem Börsenjahr zu machen. Das erwartet Dich dieser Folge: Die Illusion des...
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Warum ich als gelernter Maurer lieber Aktien als Immobilien vermiete Als gelernter Maurer und Sohn eines Bauunternehmers liegt mir der Immobilienmarkt im Blut. Doch ein Großteil meines Vermögens steckt heute in Aktien. Warum ich lieber Aktien statt Immobilien vermiete und welche entscheidenden Vorteile diese Assetklasse bietet, erfährst Du in diesem direkten Vergleich. Ich stelle beide Anlageformen in zehn zentralen Punkten gegenüber – von den Transaktionskosten bis zum Verwaltungsaufwand. Das erwartet Dich in dieser Folge: Wie mir die Maurerlehre Disziplin fürs Investieren...
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Marktstart 2026: Wie geht es weiter mit DAX, Nasdaq & Co.? Der Jahresstart ist gelungen: DAX und Dow Jones haben mit einem Plus eröffnet, während die Nasdaq seitwärts lief. Doch was bedeutet das für die kommenden Wochen und Monate? In dieser Folge blicken wir detailliert auf die Entwicklungen im Dezember, das Gesamtjahr 2025 und wagen einen ersten Ausblick auf 2026. Welche Sektoren haben Potential? Welche geopolitischen Themen bewegen die Märkte? Und welche konkreten Aktien stehen auf meiner Watchlist? Das erwartet Dich in dieser Folge: Das Dezember-Fazit Das Jahr 2025 im...
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Dein Aktienjahr 2026: Mit der Aktien-Vermietungsstrategie zum Vermögensaufbau Mit dem Jahreswechsel beginnt alles wieder von vorne. Das ist also die perfekte Zeit, um Ziele neu zu justieren und endlich die Dinge anzupacken, die wirklich zählen. Die zentrale Frage: Wie kann 2026 für Dich nicht nur ein gutes, sondern ein herausragendes Börsenjahr werden? Ich nehme Dich heute mit auf eine Reise durch die wichtigsten Lektionen und stelle Dir meine mächtigste Strategie vor: die Aktien-Vermietungsstrategie. Egal, ob Du bereits investierst oder am Anfang stehst: In dieser Folge erfährst Du, wie...
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Dein erfolgreichstes Börsenjahr: Die 11-Punkte-Strategie für 2026 Jetzt blicken wir auf 2026. Wie wird es Dein erfolgreichstes Jahr an der Börse? In dieser Folge teile ich die elf essentiellen Punkte, die ich aus über drei Jahrzehnten Erfahrung als zentral für nachhaltigen Erfolg erkannt habe. Es geht nicht um kurzfristige Trends, sondern um das fundamentale Mindset und die Disziplin, die einen echten Investor ausmachen. Dies ist Deine Blaupause. Das erwartet Dich in dieser Folge: Das Fundament: Selbstreflexion Eine klare Strategie Die richtige Einstellung zu Zeit und...
info_outlineOktober 2025: Droht der Börse die Korrektur?
Der September ist zu Ende. Zeit für einen Rückblick auf die Märkte: Die US-Börsen laufen weiter auf Hochtouren, während der DAX spürbar hinterherhinkt. Gleichzeitig sorgt der Global Wealth Report für Gesprächsstoff, denn: Das weltweite Geldvermögen erreicht neue Höchststände, doch Deutschland bleibt beim Investieren weiter zurück.
In dieser Folge erfährst Du, wie sich die wichtigsten Indizes im September entwickelt haben, welche Werte herausstechen, was in Deutschland im Argen liegt, und wie ich die Oktober-Entwicklung einschätze.
Das erwartet Dich in dieser Folge:
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Wie sich die großen Indizes im September entwickelt haben
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Infrastruktur-Lücken bremsen Deutschlands Wachstum
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Diese Rohstoffe überraschen mit starkem Plus
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Das sagen die aktuellen Zahlen aus dem Global Wealth Report
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Ausblick für Oktober und worauf Du jetzt achten solltest
Wie sich die großen Indizes im September entwickelt haben
Der September ist durch: Es ist also an der Zeit, auf die Entwicklung der Märkte zu schauen und den Ausblick für den Oktober zu wagen. Es war ein spannender Monat mit vielen bewegenden Schlagzeilen: Bosch will 13.000 Stellen abbauen, TUI plant weitere 4.000 Stellen abzubauen. Gleichzeitig wird diskutiert, ob Start-ups eine Rolle in der Verteidigungsindustrie spielen sollten. Andere Stimmen feiern die KI als Treiber für die deutsche Internetwirtschaft. Und auch der neue Allianz Global Wealth Report ist erschienen, der im Folgenden noch thematisiert wird.
Die Märkte waren weiterhin stark unterwegs. Der Börsenstart in den September war positiv, und auch der Monat insgesamt hat mit einem Plus abgeschlossen – zumindest in den meisten Indizes.
Hier ein Überblick der Rekordkurse:
Marktentwicklung im September:
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Dow Jones: + 1,5 % (von 45.544 auf 46.247 Punkte)
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Nasdaq: + 4,6 % (von 23.415 auf 24.503 Punkte)
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Nasdaq (gleichgewichtet): + 3,3 %
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S&P 500: + ca. 3 % (von 6.460 auf 6.643 Punkte)
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S&P 500 (gleichgewichtet): + 0,3 %
Vor allem die Big Seven treiben die Märkte weiter an. Gleichzeitig merkt man aber: Die Luft wird dünner. Trotz anhaltend guter Einstiegssignale bei vielen Aktien ist unklar, wie es weitergeht, auch wegen Unsicherheiten rund um die US-Zinsen, einem möglichen Shutdown und geopolitischen Spannungen.
Die Frage ist natürlich: Laufen die Märkte so weiter oder war das nur eine Momentaufnahme? Werfen wir zusätzlich einen Blick auf die kleineren Unternehmen.
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Russell 2000: + fast 3 % (von 2.366 auf 2.434 Punkte)
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MSCI World: + 2,4 % (von 4.177 auf 4.276 Punkte)
Die großen US-Indizes haben sich im September durchweg positiv entwickelt. Damit hat sich der Trend umgekehrt: In den letzten Monaten hatte der DAX oft outperformt, nun hängen die deutschen Märkte deutlich hinterher.
Der DAX hat im September 0,7 % verloren und sank von 23.902 auf 23.739 Punkte. Während die US-Märkte durch KI, Tech und starke Unternehmenszahlen beflügelt werden, zeigt sich in Deutschland ein anderes Bild.
Infrastruktur-Lücken bremsen Deutschlands Wachstum
Ich nehme wahr, dass die Stimmung in Deutschland momentan sehr zerrissen ist. Auf der einen Seite hören wir von einer positiven Wachstumsprognose, vor allem dank künstlicher Intelligenz und Digitalisierung. Aber trotzdem warnt die Branche zugleich auch davor, dass es zu wenig Infrastruktur gibt, die das Wachstum einfach ein Stück weit ausbremst.
Die KI beflügelt die deutsche Internetwirtschaft. Gleichzeitig heißt es: Ohne stabile Netze, Glasfaser und Stromversorgung kommt der Aufschwung schnell an seine Grenzen. Besonders in ostdeutschen Regionen wie Sachsen oder Sachsen-Anhalt ist der Ausbau weit zurück. Aber auch ländliche Gegenden im Westen hinken hinterher. Die Prognosen klingen gut. Ein jährliches Wachstum von 10 % für die deutsche Internetwirtschaft bis 2030 – von aktuell 240 Milliarden Euro auf über 400 Milliarden. Doch ohne gezielte politische Reformen droht genau dieses Potenzial ungenutzt zu verpuffen.
Die Digitalisierung ist kein Luxus, sondern essenziell, um den zunehmenden Fachkräftemangel abzufedern. Besonders ältere Arbeitnehmer werden in den nächsten Jahren ausscheiden. Wir brauchen Systeme, die entlasten und Prozesse automatisieren.
Auch die Strompreise sind ein wichtiger Punkt, denn sie sind nicht nur hoch, sondern in vielen Fällen ein Standortproblem. Gerade in bestimmten Branchen, wie beispielsweise im Bereich der KI und Automatisierung, fehlt es an günstiger, schneller und stabiler Energieversorgung. Hier ist die Politik gefordert, schnell und gezielt zu handeln.
Auch der Stellenabbau bei Bosch – rund 13.000 Arbeitsplätze, komplett in Deutschland – zeigt, wie sehr der Standort unter Druck steht. Was wir bräuchten, wäre eine neue „Agenda 2030“, „2040“ oder „2050“ – ähnlich der Agenda 2010, nur eben für die Zukunft. Ein Maßnahmenpaket, das Deutschland strategisch neu aufstellt und systematisch wettbewerbsfähiger macht.
Ein Blick in die Rüstungsindustrie zeigt, wie stark sich auch dort die Digitalisierung und KI-Themen etablieren. Ob Startups, Drohnen, digitale Vernetzung oder automatisierte Systeme. Der Sektor verändert sich radikal. Rüstung bleibt ein sensibles Thema, aber wenn wir die wirtschaftliche Entwicklung betrachten, sind es Bereiche, in denen Deutschland eine Rolle spielen kann und muss.
KI greift inzwischen in nahezu jeden Lebens- und Arbeitsbereich ein. Auch bei militärischen Anwendungen: Gerade erst wurde bekannt, dass KI mittlerweile sogar zur Unterstützung von Kampfpiloten eingesetzt wird. Die Entwicklung ist rasant, und macht deutlich, wie wichtig es ist, in dieser Technologie mitzuhalten.
Ich hatte den deutschen Markt besonders beleuchtet, weil der DAX im September deutlich hinter den US-Indizes zurückgeblieben ist. Die Gründe? Eine wachsende Verunsicherung, zunehmende politische Spannungen und ein sehr durchwachsener wirtschaftlicher Ausblick.
Viele Menschen in Deutschland sind frustriert über die aktuelle politische Lage. Die AfD zieht in den Umfragen an den etablierten Parteien vorbei – das ist ein klares Signal. Die große Frage ist: Was kommt jetzt? Und welche Reformen werden tatsächlich angeschoben?
Diese Rohstoffe überraschen mit starkem Plus
Rohstoffe im Überblick:
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Öl: + 2,7 % (von 64 auf 65,72 US-Dollar)
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Euro/US-Dollar: unverändert bei 1,17
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Gold: + 9 % (von 3.447 auf 3.760 US-Dollar)
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Silber: + 16 % (von 39,70 auf 46,08 US-Dollar)
Das Gold bereitet mir aktuell ein wenig Sorgen, nicht im Sinne der Anlage, sondern als Signal. Gold gilt traditionell als sicherer Hafen. Wenn der Preis so deutlich steigt, ist das oft ein Zeichen dafür, dass die Unsicherheit in der Welt zunimmt.
Ein starker Gewinner im September war ganz klar Silber. Ich hatte in den vergangenen Monaten mehrfach betont, wie spannend ich Silber finde, und genau das hat sich nun bestätigt. Wer hier investiert war, durfte sich über satte Gewinne freuen.
Bitcoin hingegen war im Grunde komplett stabil:
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Bitcoin: + 0,2 % (von 109.000 auf 109.000)
Fast keine Veränderung, kann man also für den Moment vernachlässigen.
Auch unsere eigene Strategie, der UM Strategy Fund, lag im September leicht im Minus.
Wenn ich mir den Gesamtmarkt ansehe, dann wird klar: Wir sind immer noch auf sehr hohem Niveau unterwegs. Doch es gibt Unsicherheiten, vor allem rund um den möglichen Shutdown in den USA.
Die Leitzinsen in den USA steigen weiter. Das wirft natürlich Fragen auf: Haben wir es mit einer echten Krise zu tun? Aber man kann am Ende festhalten, dass dieses Thema immer wieder aufkommt, denn die Aktienkurse trotzen dem möglichen Arbeitsstillstand. Kommt es zu einem Government Shutdown, dann droht eine Woche, wo wieder gar nicht gearbeitet wird. Auf der anderen Seite kennen wir das schon seit Jahren und seit Jahrzehnten.
Immer wieder wird die Schuldengrenze erreicht. Und dann wird sie am Ende dann doch nach oben geschoben. Und das werden wir jetzt sehen, was dort passiert. Interessant ist: Die Börsen zeigen sich von solchen Shutdowns meist unbeeindruckt. Teilweise profitieren sie sogar eher davon. Der bislang längste Shutdown war im Winter 2018/19, und zwar ganze 35 Tage. Trotzdem konnte der S&P 500 in dieser Zeit um über 10 % zulegen. Statistisch gesehen steigt der S&P während solcher Phasen im Durchschnitt sogar um 0,3 %. Kein Grund zur Panik also, aber ein gewisses Restrisiko bleibt natürlich immer. Wie jedes Jahr hoffen viele Anleger auf eine Last-Minute-Lösung.
Ein anderes Highlight im September war ganz klar Rheinmetall. Die Aktie hat erstmals die 2.000-Euro-Marke geknackt. Hintergrund ist ein neuer Großauftrag im Rüstungsbereich: etwa 450 Millionen Euro von einem osteuropäischen Kunden. Davon sind 170 Millionen bereits vorab gebucht. Kein Wunder, dass der Kurs entsprechend nach oben geschossen ist, das Geschäft läuft weiter auf Hochtouren.
Das sagen die aktuellen Zahlen aus dem Global Wealth Report
Bevor ich gleich auf den Global Wealth Report eingehe, noch ein kurzer Blick auf den Goldpreis: Der hat ein neues Rekordhoch erreicht: 3.829 US-Dollar. Für mich ist Gold nach wie vor der sichere Hafen schlechthin. Und dass der Preis so deutlich steigt, zeigt auch: Die Unsicherheit an den Märkten wächst spürbar.
Es gibt außerdem eine ganz interessante Übernahmespekulation bezüglich EA Sports. Glaubt man Insider-Informationen, kann es sein, dass EA Sports für 50 Milliarden Dollar den Besitzer wechseln und eventuell sogar von der Börse genommen werden könnte. Diese Spekulationen zeigen eindrücklich, welch hohen nachhaltigen Wert die Gaming-Branche inzwischen hat und welch gewaltige Summen dort in Bewegung sind.
Am 25. September wurde der Global Wealth Report veröffentlicht. Die zentrale Erkenntnis: Das Geldvermögen weltweit ist auf einem neuen Rekordniveau. Laut der Berechnungen beläuft sich das brutto Geldvermögen der privaten Haushalte weltweit auf knapp 269 Billionen Euro.
Das bedeutet: Noch nie zuvor gab es global so viel privates Geldvermögen wie heute.
Das Wachstum im Vergleich zum Jahr 2023 liegt bei 8,7 %. Das ist eine deutliche Steigerung. Berücksichtigt wurden dabei:
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Bargeld
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Bankeinlagen
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Wertpapiere (z. B. Aktien und Anleihen)
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Versicherungsansprüche und Pensionsrücklagen
Nicht berücksichtigt wurden hingegen Immobilienwerte.
Was sich ebenfalls zeigt: Die Vermögensverteilung bleibt extrem ungleich. Viele hatten gehofft, dass sich diese Schieflage endlich bessert, aber das ist nicht passiert. Die Superreichen legen weiter zu. Laut Oxfam besitzt das oberste Zehntel der Weltbevölkerung rund 85 % des gesamten Geldvermögens. Eine Umverteilung bleibt bisher aus, obwohl es in der Politik immer wieder Thema ist.
Ich persönlich glaube auch nicht, dass man den Reichen einfach das Geld wegnehmen kann. Denn in den meisten Ländern – auch bei uns – tragen sie einen erheblichen Teil der Steuern und Sozialabgaben. Und ja, es braucht in jeder funktionierenden Gesellschaft auch ein gewisses Leistungsprinzip.
Wenn wir auf das Netto-Geldvermögen pro Kopf schauen, liegt Deutschland mit 86.800 Euro auf Platz 13 von insgesamt 57 erfassten Ländern (Stand: Ende 2024). Interessant wird es beim Blick auf die Spitzenreiter:
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USA: 311.000 Euro pro Kopf
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Schweiz: 268.000 Euro
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Singapur: 197.000 Euro
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Pakistan (Schlusslicht): nur 630 Euro
Das zeigt deutlich, wie stark das Vermögen auseinanderdriftet; nicht nur global, sondern auch innerhalb einzelner Länder.
Und jetzt kommen wir zu dem Punkt, der für mich der entscheidende ist: Der Unterschied liegt nicht nur im Einkommen, sondern vor allem in der Art und Weise, wie Geld investiert wird. Die Amerikaner setzen seit Jahrzehnten ganz klar auf Aktien und Unternehmensbeteiligungen. Und genau das wird ihnen auch im Global Wealth Report erneut bestätigt.
Denn in den USA fließen rund 68 bis 69 % der neuen Ersparnisse direkt in Wertpapiere. Wenn wir nach Europa schauen, insbesondere nach Deutschland, dann zeigt sich: Der Aktienanteil der neuen Ersparnisse liegt gerade mal bei 4 bis 26 %. Kein Vergleich zu den USA mit knapp 70 %. Die Folge: Die Vermögensschere geht immer weiter auseinander. Hatten wir früher noch ein Verhältnis von 72.000 zu 250.000 Euro (Deutschland vs. USA), sind es jetzt 86.000 zu 320.000 Euro.
Das zeigt ganz klar: Die Amerikaner enteilen uns, und zwar immer schneller. Denn sie haben mit Aktien und Wertpapieren zuletzt extrem gut verdient, weil die Märkte stark gelaufen sind. Das Geldvermögen in Nordamerika ist in den letzten zehn Jahren im Schnitt um 6,5 % pro Jahr gewachsen.
Und jetzt kommt der entscheidende Punkt: In Westeuropa schaffen wir im Durchschnitt gerade mal 3 bis 3,5 %, in der Spitze 3,8 %. Drei Prozent Unterschied jährlich – über Jahrzehnte gerechnet – machen einen gewaltigen Unterschied beim Vermögensaufbau.
Was dabei besonders absurd ist: Die Europäer sparen sogar mehr als der globale Durchschnitt. In Sachen Rücklagen ist Europa ganz vorne. Nur leider investieren viele ihr Geld nicht klug. Und das macht den Unterschied. Die Deutschen und Europäer sind die fleißigsten Sparer, aber gleichzeitig auch die schlechtesten Investoren.
Spannend finde ich auch, dass im Global Wealth Report 57 Länder mit einbezogen wurden. Gemeinsam repräsentieren sie 91 % der globalen Wirtschaftsleistung und 72 % der Weltbevölkerung. Die Zahlen bestätigen genau das, was ich seit Jahren sage: Wer langfristig Vermögen aufbauen will, kommt an Aktien nicht vorbei.
Denn eine Aktie ist nichts anderes als eine Unternehmensbeteiligung – und damit die sicherste und beste langfristige Geldanlage, die es gibt. Wenn Du es schaffst, Wissen aufzubauen, mit Emotionen richtig umzugehen und eine klare Strategie zu verfolgen, dann kannst Du langfristig Vermögen sichern, aufbauen und ausbauen.
Ausblick für Oktober und worauf Du jetzt achten solltest
Wie sehe ich jetzt die nächsten Wochen und Monate? Ich glaube, die Märkte laufen eher seitwärts – vielleicht geht’s auch mal etwas nach unten. Klar, sie könnten auch weiter steigen. Aber für mich persönlich ist die Fallhöhe gerade zu groß. Deshalb nehme ich hier und da auch mal ein paar Gewinne mit und fahre mein Risiko etwas zurück.
Was bleibt, ist die Erkenntnis aus dem Global Wealth Report: Investiere in Aktien, aber mit Plan, Disziplin und dem richtigen Mindset. Wer das beachtet, macht vieles richtig.
Wenn Du tiefer einsteigen willst, dann komm gern zur Finance Mastery am 11. Oktober in Frankfurt. Ein intensives Event mit echtem Mehrwert, vielen Impulsen und der Chance, Dein Wissen auf ein neues Level zu bringen.
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