#1013 - Recruiting Trends 2026: So gewinnen Mittelständler jetzt Top-Kandidaten. Mit Pia Tischer
VertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere
Release Date: 01/14/2026
VertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere
Estimated reading time: 11 Minuten Recruiting fühlt sich 2026 für viele Mittelständler an wie Vertrieb in einer neuen Disziplin: Der Markt ist in Bewegung, Kandidaten sind wählerisch – und gleichzeitig entstehen wieder Chancen, an richtig gute Leute ranzukommen. Der Haken: Mit „Wir schalten mal eine Anzeige auf der Website“ gewinnt heute niemand mehr. Ich habe dazu mit Pia Tischer gesprochen. Sie ist Geschäftsführerin der coveto ATS GmbH – ein deutsches Softwareunternehmen, das seit 25 Jahren Recruiting-Prozesse im Mittelstand digitalisiert („Von KMU für KMU“). coveto...
info_outlineVertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere
B2B Sales Trends 2026 (auch: B2B Vertriebstrends 2026) sind kein „Nice-to-know“, sondern sie entscheiden, ob dein Team schneller wird – oder ob ihr 2026 noch mehr arbeitet und trotzdem weniger gewinnt. Ich sehe im Markt gerade zwei Extreme: Die einen rennen noch immer auf Masse, und zwar mit mehr Leads, mehr Calls und mehr Angeboten. Gleichzeitig wundern sie sich, warum die Pipeline zwar voll aussieht, aber dennoch nichts durchgeht. Die anderen machen etwas Radikales: Sie bauen ein System, sie fokussieren, und sie nutzen KI im Vertrieb 2026 nicht als Spielzeug, sondern als Verstärker....
info_outlineVertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere
Estimated reading time: 11 Minuten Im B2B-Vertrieb verkaufst du nicht “Features”. Du verkaufst Klarheit, und du verkaufst Entscheidungssicherheit. Genau darum geht es hier: Bedarfsermittlung im B2B – nicht irgendwann, sondern planbar, sauber und wiederholbar. Statt nur zu hören, was der Kunde sagt, willst du verstehen, was wirklich dahintersteckt, damit du nicht am Symptom hängen bleibst. Gleichzeitig brauchst du den Blick fürs Buying Center, weil sonst der echte Entscheider unsichtbar bleibt. Und damit sind wir beim Kern: Entscheider identifizieren ist nicht „nice to have“,...
info_outlineVertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere
Ausgewählte Links zur Episode 📌 📌 📌 Personen in dieser Folge 👤 👤 Über den VertriebsFunk Podcast – Deutschlands B2B Sales Podcast: Mit über 1.000 Folgen gebe ich dir so viel Wissen und Inspiration wie möglich für deinen Erfolg. Mit dem VertriebsFunk Podcast unterstütze ich dich bei deiner Karriere und deinem Erfolg. Egal, ob als Führungskraft, Verkäufer, Bewerber oder Teil von HR – ich gebe dir praktische Tipps für deine Fragen und Herausforderungen: die richtigen Mitarbeiter gewinnen, mehr Umsatz generieren, deinen Verkauf pushen oder dein Mindset...
info_outlineVertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere
Ausgewählte Links zur Episode 📌 📌 📌 Personen in dieser Folge 👤 👤
info_outlineVertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere
Vom Auftragsannehmer zum echten Challenger Sales – die einzige Sales-Rolle, die KI nicht ersetzen kann. In dieser VertriebsFunk-Folge spreche ich mit Markus Härlin darüber, warum klassische Auftragsannehmer, Problemlöser und Sachbearbeiter im Vertrieb ausgedient haben. Außerdem erfährst du, wie du dich und dein Team Schritt für Schritt in Richtung Challenger entwickelst. Fakt ist: Ein großer Teil der Tätigkeiten im Vertrieb lässt sich heute schon automatisieren. Administrative Aufgaben, Standardangebote und einfache Follow-ups – all das kann KI sehr gut übernehmen. Übrig bleibt...
info_outlineVertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere
Fokus statt Füllstand – warum eine scheinbar volle Pipeline dir trotzdem den Umsatz kaputt macht und wie du deinen Vertrieb fokussieren und das Schrotflintensyndrom im Vertrieb ein für alle Mal loswirst. Vielleicht kennst du das: Die Pipeline ist voll, überall „heiße“ Opportunities, jede Menge Angebote im System, Pre-Sales und Technik sind permanent am Limit – und trotzdem bricht dir am Monats- oder Quartalsende der Forecast zusammen. Angebote werden x-mal geschoben, Deals sterben leise oder verwandeln sich in Zombie-Chancen, die seit Monaten niemand mehr ernsthaft nachfasst. Nach...
info_outlineVertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere
Erfolg im Vertrieb beginnt mit dem richtigen Netzwerk – Inside BdVM für Vertriebsmanager. Mit Heinz-Georg Geissler. Wenn du als Vertriebsmanager wachsen willst, zählt mehr als Produkt und Preis. Du brauchst Menschen, die Wissen teilen und dich schneller machen. Deshalb nehme ich dich heute mit in den Bundesverband der Vertriebsmanager (BdVM): für wen er gedacht ist, welche Formate es gibt und wie du damit sofort Fortschritt erzielst. Der BdVM richtet sich an Vertriebsmanagerinnen und Vertriebsmanager mit Personal- oder Budgetverantwortung. Aber auch Talente mit Ambition sind willkommen....
info_outlineVertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere
Sales Inbounds: Vom Bauchgefühl zum System – so baust du dir planbare, messbare Anfragen ohne Zufall. Zunächst sprechen wir über das Kernziel: Sales Inbounds regelmäßig gewinnen. In dieser Folge teile ich mit Raphael Remhof und Alessa Prochaska, wie die „Sales Rocket“ dabei hilft. Das Framework führt Schritt für Schritt durch Positionierung, Dialoggruppen und Kanäle. Dadurch wird aus Bauchgefühl ein System. Warum das zählt? Solange dein Team ohne klare Richtung arbeitet, gehen Zeit und Budget verloren. Deshalb startest du mit Purpose und Kundennutzen. Kurz, konkret,...
info_outlineVertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere
Leads generieren – ohne frische Anfragen keine Termine und damit auch kein Wachstum. In dieser Folge zeige ich mit Børge Grothmann, wie wir qualifizierte Leads planbar aufbauen und dadurch eure Sales-Pipeline füllen. Die Basis für Leadgenerierung ist ein klares ICP. Wenn du genau weißt, wen du erreichen willst, triffst du Entscheider schneller, und du sprichst über echte Probleme. So kannst du einfacher Leads generieren im B2B und zugleich Kosten sparen. Wie kommen jetzt die Anfragen rein? Nicht über Massenmails, sondern über einen schlanken Ablauf: Signale prüfen, gut vorbereitet...
info_outlineEstimated reading time: 11 Minuten
Recruiting fühlt sich 2026 für viele Mittelständler an wie Vertrieb in einer neuen Disziplin: Der Markt ist in Bewegung, Kandidaten sind wählerisch – und gleichzeitig entstehen wieder Chancen, an richtig gute Leute ranzukommen. Der Haken: Mit „Wir schalten mal eine Anzeige auf der Website“ gewinnt heute niemand mehr.
Ich habe dazu mit Pia Tischer gesprochen. Sie ist Geschäftsführerin der coveto ATS GmbH – ein deutsches Softwareunternehmen, das seit 25 Jahren Recruiting-Prozesse im Mittelstand digitalisiert („Von KMU für KMU“). coveto wurde u.a. als „Recruiting Champion“ und „Recruiter’s Liebling“ ausgezeichnet (Details).
In diesem Beitrag bekommst du die wichtigsten Recruiting Trends 2026 – plus einen klaren Plan, wie du als Mittelständler Top-Kandidaten gewinnst: mit zielgruppengerechten Stellenanzeigen, schnellen Prozessen, Messenger-Bewerbungen (ja: WhatsApp geht – aber bitte sauber) und KI als Turbo, nicht als Autopilot.
Recruiting Trends 2026: Der Markt ist heterogen – und genau da liegt deine Chance
Erstmal die unbequeme Wahrheit: Es gibt nicht den Arbeitsmarkt. 2026 ist Recruiting je nach Branche, Region und Rolle extrem unterschiedlich. In manchen Bereichen bekommst du weiter kaum Bewerbungen. In anderen Bereichen ist das Pendel spürbar zurückgeschwungen: Unternehmen selektieren wieder stärker, Bewerber müssen wieder sauberer liefern – und genau das eröffnet Chancen für Mittelständler, die ihr Recruiting im Griff haben.
Was ich gerade überall sehe
- Qualität schlägt Quantität: Viele Teams wollen nicht mehr „mehr Bewerbungen“, sondern bessere Bewerbungen.
- Skills-based Recruiting gewinnt: weniger „perfekter Lebenslauf“, mehr „passt der Skill-Mix – und lernt die Person schnell?“
- KI überall: nicht nur im Bewerber-Text, sondern in Prozessen, Auswertung, Kommunikation, Terminierung.
- Geschwindigkeit entscheidet: Wer schnell reagiert, gewinnt. Wer trödelt, verliert – auch im Mittelstand.
Spannend: In einer Übersicht zu den Recruiting Trends 2026 nennt Stepstone als Top-Priorität die Verbesserung der Bewerberqualität (79 %). Außerdem rückt Skills-based Hiring stärker in den Fokus (77 %) – mit mehr Gewicht auf Soft Skills (76 %). Quelle.
Und jetzt kommt der Teil, den viele vergessen: Recruiting ist heute viel stärker Marketing und Sales. Du brauchst Reichweite, Positionierung, einen klaren Funnel – und einen Prozess, der nicht bei der ersten Bewerbung zusammenklappt.
Recruiting im Mittelstand: Warum du nicht „gegen Konzerne verlierst“
Der Mittelstand hat im Recruiting einen unfairen Vorteil – wenn er ihn nutzt. Konzerne haben Budget, aber oft langsame Prozesse. Mittelständler haben kurze Wege, weniger Abstimmungsschleifen und können schneller testen, nachschärfen und entscheiden.
Deine größten Trümpfe (wenn du sie sichtbar machst)
- Tempo: Du kannst innerhalb von Tagen entscheiden, nicht in Wochen.
- Nähe: Direkter Draht zur Geschäftsführung, echte Verantwortung, weniger Politik.
- Gestaltungsspielraum: Kandidaten wollen Wirkung – und die gibt’s im Mittelstand oft früher.
- Agilität bei KI & Tools: Du kannst neue Systeme schneller einsetzen als ein Konzern.
Aber: Diese Vorteile sieht ein Kandidat nur, wenn du sie konkret machst. Nicht als „familiäres Team“, sondern als echte Beispiele: kurze Entscheidungswege, Projekte, Verantwortung, Entwicklung, Flexibilität.
Stellenanzeige als Landingpage: Verkaufen wie im E-Commerce
Eine Stellenanzeige ist kein Amtsblatt. Sie ist ein Verkaufsdokument. Jede Anzeige muss sich anfühlen wie eine Landingpage – mit klarer Zielgruppe, klaren Benefits und einem einfachen nächsten Schritt.
Recruiting nicht mehr aus der Gießkanne
2026 funktioniert Recruiting nicht mehr „one size fits all“. Du musst dir pro Zielgruppe beantworten:
- Wo erreicht ihr diese Menschen wirklich?
- Welche Sprache verstehen sie – fachlich und emotional?
- Was ist der schnellste, niedrigschwellige Weg zur Bewerbung?
Beispiel 1: Gewerbliche Rollen (Produktion, Logistik, Pflege)
Hier gewinnt oft nicht die schönste Karriereseite, sondern die einfachste Bewerbung: QR-Code, Messenger, kurze Formulare, schnelle Rückmeldung. Und bitte: nicht davon ausgehen, dass jeder private E-Mails liebt.
Beispiel 2: Kaufmännische Rollen & Führung
Hier kannst du stärker über LinkedIn, XING, Fachportale und Inhalte punkten: Projekte, Verantwortung, Entwicklung, Führungskultur. Aber auch hier gilt: klarer Prozess und schnelle Kommunikation.
Beispiel 3: Azubis & Berufseinsteiger
Azubis erreichst du selten über „klassische“ Kanäle. Hier zählen Mobile First, kurze Wege, schnelle Antworten – und eine Anzeige, die wie ein Social Post wirkt, nicht wie eine Betriebsanleitung.
Kanäle 2026: WhatsApp, QR-Code und „da, wo die Zielgruppe ist“
Der Kanal entscheidet, ob dein Recruiting überhaupt eine Chance hat. Und nein: „Wir posten auf LinkedIn“ ist nicht automatisch die Lösung – genauso wenig wie „Wir schalten auf Indeed“.
WhatsApp Recruiting: Ja, aber bitte professionell
WhatsApp kann ein extrem starker Recruiting-Kanal sein – gerade für gewerbliche Zielgruppen, Azubis oder Rollen, die unterwegs sind. Wichtig ist die saubere Umsetzung: nicht über private Handys, sondern über eine Systemlösung (Cockpit, Autoresponder, Dokumentation). So bleibt es skalierbar und datenschutzkonform – Stichwort WhatsApp Business API (Überblick).
QR-Code Bewerbung: Offline trifft Online
QR-Codes feiern ein Comeback. Überall dort, wo Menschen sowieso bei dir vorbeikommen, kannst du Bewerbungen anstoßen: Empfang, Werkstor, Filiale, Fahrzeuge, Monitore im Wartebereich. Ein Scan – und die Person landet direkt auf deiner Job-Landingpage.
Active Sourcing: Wenn du Kandidaten nicht mehr „abwarten“ willst
Gerade im B2B-Sales kennst du das: Wer nur auf Inbound wartet, verliert. Im Recruiting gilt dasselbe. Active Sourcing, Empfehlungen, Talent Pools – das sind deine Outbound-Hebel.
Candidate Experience: Schnelligkeit ist dein stärkster Hebel
Ein Thema kommt in fast jeder Beratung wieder: Bewerbungen sind da – aber es dauert ewig, bis ein Gespräch zustande kommt. Termin-Pingpong, Fachbereich hat keine Zeit, keiner fühlt sich verantwortlich. Und währenddessen hat der Kandidat längst woanders unterschrieben.
Warum Januar und Februar dein Zeitfenster sind
Rund um den Jahresstart ist im Recruiting besonders viel Bewegung. Viele Menschen schauen nach den Feiertagen wieder aktiv nach neuen Optionen – und Unternehmen schalten gleichzeitig viele Stellen. Wenn du in dieser Zeit langsam bist, ist dein Recruiting-Funnel sofort verstopft.
Die 3 simpelsten Prozessregeln, die sofort wirken
- SLA für Antworten: Jede Bewerbung bekommt innerhalb von 24–48 Stunden ein erstes Signal.
- Kalender-Slots: Hiring Manager blocken feste Interview-Zeiten im Voraus (ja, wirklich).
- Ein Ansprechpartner: Einer hat den Hut auf – Recruiting ist 2026 kein „Nebenbei-Thema“ mehr.
KI im Recruiting: Turbo ja – Autopilot nein
KI ist 2026 ein Megatrend – auf beiden Seiten. Bewerber nutzen Tools, Unternehmen nutzen Tools. Die wichtigste Leitplanke: KI darf unterstützen, aber sie sollte nicht „allein entscheiden“. Nutze KI als Co-Pilot: für Zusammenfassungen, strukturierte Einschätzungen, Textvarianten, Fragenkataloge, Terminierung – aber nicht als automatische Absage-Maschine. Gerade in Europa solltest du bei automatisierten Entscheidungen sensibel sein (DSGVO Art. 22) und bei KI in HR-Prozessen auf Human Oversight achten (EU-Rahmen: AI Act).
Und weil das gerade überall hochkocht: Ich war neulich auf einem KI-Event in London. Da liefen 20 KI-Agenten parallel, jeder mit einer eigenen Aufgabe. Ergebnis: Aus 1.010 angemeldeten Teilnehmern wurden 600 echte Leads – vollautomatisch, aber mit klarer menschlicher Steuerung. Das war für mich der Reminder: KI kann Recruiting massiv beschleunigen. Nur eben nicht, wenn du sie blind laufen lässt.
Praktisch: 3 Pluspunkte + 3 Punkte zum Nachfragen
Ein Ansatz, den ich sehr mag: Das System liefert dir drei Punkte, die für den Kandidaten sprechen – und drei Punkte, wo du im Gespräch genauer hinschauen solltest. Das ist schnell, fair und hilft dir, skillbasiert zu entscheiden.
Skill-based Recruiting statt „Keyword-Fetisch“
Natürlich sollten Lebenslauf und Anzeige sprachlich zusammenpassen. Aber: Wenn du nur nach perfekten Keywords filterst, verpasst du Potenzial. Im Mittelstand ist es oft smarter, Menschen zu holen, die 70–80 Prozent abdecken – und die restlichen Skills schnell aufzubauen.
Auswahl: Vergleich zur Stelle, nicht Kandidaten-Casting
Ein Klassiker im Recruiting: Man bekommt Kandidaten, die zu 60–80 Prozent passen – und dann wird endlos verglichen: „Der ist besser als der andere.“ Ergebnis: Niemand wird eingestellt. Frust im Team. Vakanz bleibt offen.
Meine Faustregel
Wenn jemand die Mindestkriterien erfüllt und menschlich passt: Entscheide. Und wenn es nicht passt: Stelle nicht „irgendwen“ ein, sondern schärfe die Anzeige nach (Titel, Anforderungen, Benefits, Kanal) und geh wieder raus.
Jobtitel testen und nachschärfen
Ein unterschätzter Hebel im Recruiting: der Titel. Suchverhalten ist oft „Keyword-getrieben“. Wenn niemand nach deinem internen Jobtitel sucht, findet dich auch niemand. Teste Varianten (z.B. „Account Manager“ vs. „Sales Manager“, „Teamleitung Innendienst“ vs. „Leitung Vertriebsinnendienst“) und schau, was Bewerbungen bringt.
System statt Bauchgefühl: Warum ein ATS 2026 Pflicht ist
Recruiting professionalisiert sich. Cloud statt Excel, Prozess statt Chaos. Und vor allem: Recruiting darf nicht mehr die rote Laterne im Unternehmen sein – also das Thema, das „irgendwer nebenbei“ mitmacht.
Worauf Mittelständler achten sollten
- Mobile Bewerbung (auch ohne Lebenslauf-Drama)
- Messenger/WhatsApp-Integration + sichere Team-Inbox
- Multiposting & einfache Karriereseiten/Landingpages
- Automatisierungen (Antworten, Terminlinks, Status-Updates)
- Transparenz (Pipeline, Time-to-Hire, Kanal-Performance)
Quick Takeaways: Das wichtigste in 60 Sekunden
- Recruiting 2026 ist Marketing + Sales: Zielgruppe, Funnel, Geschwindigkeit.
- Stellenanzeigen müssen wie Landingpages funktionieren – nicht wie Amtsdeutsch.
- WhatsApp & QR-Codes senken die Hürde – wenn du es professionell aufsetzt.
- Blocke Interview-Slots im Kalender, bevor du die Stelle veröffentlichst.
- Nutze KI als Co-Pilot (Scoring, Fragen, Texte), aber entscheide menschlich.
- Vergleiche Kandidaten zur Stelle, nicht untereinander.
- Ein ATS macht dich schneller, sauberer und messbar besser.
Anleitung: In 7 Schritten baust du ein Recruiting-System, das 2026 wirklich Kandidaten gewinnt – ohne Chaos, ohne „wir finden niemanden“-Ausreden.
- Zielgruppe festnageln: Wer genau soll kommen – und warum sollte diese Person wechseln?
- Stellenanzeige als Landingpage bauen: klarer Nutzen, klare Aufgaben, klare nächsten Schritte.
- Kanäle auswählen: LinkedIn/XING für White Collar, Meta/QR/WhatsApp für Blue Collar & Azubis.
- Bewerbung vereinfachen: Mobile, Messenger, kurze Formulare – weniger Hürden, mehr Kontakte.
- Speed-SLA setzen: Erstreaktion in 24–48 Stunden, feste Interview-Slots, klare Verantwortlichkeit.
- KI sinnvoll einsetzen: 3 Pluspunkte + 3 Fragen, strukturierte Interviews, Textvarianten, Terminierung.
- Messen & nachschärfen: Time-to-Hire, Kanal-Performance, Absprungquoten – und dann testen.
🔊🔊 Schon gehört?
„Die Talent-Krise – Warum Unternehmen jetzt handeln müssen!“
Ausgewählte Links zur Episode
- Dein Strategiegespräch mit Christopher Funk
- coveto (ATS & Bewerbermanagement) – Website
- Podcast von Pia: „Streng vertraulich – Unternehmergeheimnisse“
- Recruiting Trends 2026 (Stepstone)
Personen in dieser Folge
Die größten Hebel sind Geschwindigkeit (Candidate Experience), zielgruppengerechte Ansprache, Skills-based Recruiting und der sinnvolle Einsatz von KI als Prozess-Turbo – plus Mobile/Messenger-Bewerbung.
Ja – wenn du es professionell umsetzt (nicht über private Handys), klare Einwilligungen nutzt und idealerweise über eine Systemlösung bzw. Business-API arbeitest, damit Kommunikation dokumentiert und sicher im Team landet.
So wenig wie möglich – und nur dort, wo es Sinn ergibt. Wichtiger sind klare Aufgaben, Benefits und die Sprache der Zielgruppe. Kandidaten lesen nicht wegen Buzzwords, sondern wegen konkreter Angebote.
Ein ATS macht Prozesse schnell und sauber: Bewerbungen zentral, Team-Kollaboration, Autoresponder, Terminlinks, Multiposting, Reporting. Du sparst Zeit, reduzierst Fehler – und wirst messbar besser.
Nutze KI für Struktur und Vorbereitung: Zusammenfassung, Scoring-Hinweise, Interviewfragen, Textvarianten. Die Entscheidung bleibt beim Menschen – und du vergleichst immer gegen die Stelle, nicht gegen andere Bewerber.
Fazit: Recruiting 2026 ist ein System – kein Zufall
Wenn du dir aus den Recruiting Trends 2026 nur eine Sache merkst: Gewinner sind nicht die mit dem größten Budget, sondern die mit dem besten System. Zielgruppe verstehen, Anzeige wie Landingpage bauen, Kanäle richtig wählen, schnell reagieren, sauber entscheiden – und KI nutzen, um den Prozess zu beschleunigen.
Und ganz ehrlich: Das ist machbar. Gerade im Mittelstand. Du kannst heute cleverer auftreten als mancher Konzern, schneller handeln und Kandidaten besser führen – wie im Vertrieb: mit Klarheit, Tempo und einer sauberen Pipeline.
Dein Feedback
Was ist bei euch im Recruiting gerade der größte Engpass: zu wenig Bewerbungen – oder zu wenig Zeit, um die richtigen schnell zu gewinnen? Wenn dir der Beitrag geholfen hat, teile ihn gern mit deinem Team oder auf LinkedIn – dann haben mehr Mittelständler eine echte Chance auf Top-Kandidaten.